Lernreise in Ghana „My Region is the Lab“

Ich war noch nie in Afrika. Bis letzte Woche. Da ging es völlig unerwartet und ziemlich kurz entschlossen auf eine sehr ungewöhnliche Westafrika-Reise: „Startup-Safari in Ghana“. Der einladende Gastgeber, die Innovation Factory der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ), hatte die Lernreise, so die offizielle Bezeichnung, mit „My Region is the Lab“ betitelt.

Eingeladen war ich als Vertreter des Ammersee Denkerhaus – Coworking Space in Dießen, gemeinsam mit zwei Vertretern von „Silicon Vilstal“, einer niederbayerischen Initiative für gesellschaftliche Innovation und für die Nutzung digitaler Chancen ländlicher Regionen.

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Am 9. April ICV Fachkreis Webinar „Kommunikations-Controlling“

Ich freue mich sehr, dass sich mein Freund und Kollege Rainer Pollmann für das nächste Fachkreis-Webinar des Internationalen Controller Vereins (ICV) zur Verfügung gestellt hat. Am 9. April/16-17 Uhr wird er Einblicke in Arbeit und Ergebnisse des auch von mir vor über 10 Jahren mitgegründeten ICV-Fachkreises „Kommunikations-Controlling“ gewähren, Rainer ist stellvertreter Fachkreisleiter.

Im Webinar geht es darum: Warum ist die Steuerung von Unternehmenskommunikation in jedem Unternehmen wichtig? Was haben Stakeholder-Management und Unternehmenskommunikation miteinander zu tun? Warum ist Stakeholder-Management wichtig für die Wertschöpfung? Wie können Kommunikations-Maßnahmen gesteuert werden? Und: Wie kann der Beitrag von Unternehmenskommunikation zur Wertschöpfung transparent werden?

Die Teilnahme am öffentlichen Webinar, bei dem ich Rainer Pollmann als Interviewer unterstützen will, ist kostenlos. Eine Anmeldung vorab ist zwingend nötig. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist empfehle ich Interessierten eine rasche Anmeldung.

Sonderbeilage „Controlling der Zukunft“ mit Wirtschaftszeitung Regensburg

In enger und auch in diesem Jahr wieder bester kollegialer Zusammenarbeit ist in den vergangenen Wochen die diesjährige Controlling-Beilage der „Wirtschaftszeitung“ aus dem Verlag Mittelbayerische Zeitung entstanden. Die Beilage ist mit „Controlling der Zukunft“ betitelt und behandelt vor allem Themen, die sich aus den Umbrüchen der Digitalisierung und Globalisierung – vor allem – für das Controlling und für die Controller-Zunft ergeben. Erschienen ist die Ausgabe pünktlich zum WZ-Forum Controlling 2019, das WZ und Internationaler Controller Verein (ICV) gemeinsam organisiert haben.

Buch 2 dieser Sonderbeilage haben wir seitens des ICV zum zweiten Mal als Congress-Zeitung gestaltet. Diese informiert über Inhalte, Programm und Aussteller von Europas größter Controlling-Fachtagung, dem 44. Congress der Controller vom 13./14. Mai 2019.

Die gesamte Sonderbeilgae kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

#COWORK2019 in Mannheim: Bericht vom geliebten Familientreffen

Letztes Jahr, auf der Cowork2018 in Bremen, hat jemand gesagt, dies sei die einzige Veranstaltung im Jahr, auf der man endlich mal nicht ständig erklären müsste, was „Coworking“ überhaupt ist. Nun sitze ich an meinem Blog-Beitrag zur #COWORK2019 von Mannheim und überlege ernsthaft: Was also ist „Coworking“?

Die einen, die mit dem meistens vielen Geld, interpretieren es als „Office as a Service“. Das soll Unternehmen flexiblere sowie kostensparende Büroflächen schaffen und lässt also auf Renditen hoffen. Auch diese VertreterInnen gab es auf der #COWORK2019. Ich halte es mit den anderen: Coworking als ein verdammt cooles „Arbeitskultur“-Angebot, um das Arbeits- wie Lebensgefühl zu verbessern. @Isarmatrose Tobias Kremkau spricht von einer „neuen Kultur des Miteinanders“. Mein Ding!: Die Gefühlswelten Arbeitender aufzuhellen und gleichzeitig Möglichkeiten zu schaffen, Kompetenzen zu erweitern, diese zu verknüpfen und so neues Business zu kreieren! Die „neue Arbeitswelt“ in Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung braucht #DritteOrte, wie etwa Coworking Spaces, meint nicht nur @Isarmatrose.

Weil viele am vergangenen Wochenende in Mannheim und Heidelberg so tickten, war auch die #COWORK2019 wieder ein wahres Fest unserer wachsenden Coworking-Familie. Tief ziehe ich meinen Hut vor den COWORK2019-Machern von C-Hub und breidenbach studios und natürlich vor den ehrenamtlich Wirbelnden der German Coworking Federation (GCF). Merci!

Schon der Freitagabend war ein echter Leckerbissen. Das lag an den Wiedersehen mit guten Freunden und an den Keynotes von Markus Albers und Anja C. Wagner. Mag sein, dass manche „Antithese“ von Markus auf Krawall gebürstet gewesen sein mag. Aber so hat er nicht nur die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Ich stimme ihm in vielen Punkten zu: Auch unser gut gemeintes Treiben in der Salti schlagenden Arbeitswelt der Digitalisierung und Globalisierung müssen wir (selbst)kritisch hinterfragen: Weiterlesen →

„Ist Coworking ein Business?“ – Notizen zum Coworking Barcamp #cubb2018 in Bansko

 

Ein international „besetztes“ „Coworking“-Barcamp in der „Provinz“ Bulgariens. – Das gab es auch dieses Jahr wieder! Ich war als Mitbetreiber des Ammersee Denkerhauses bei der „Coworking Unconference Bansko Bulgaria – #cubb2018“ in dem reizenden Städtchen Bansko im Pirin-Gebirge dabei. Hier ein kurzer Report.

Es mag erstaunlich klingen, aber im Coworking Space Bansko, weit im Süden Bulgariens, treffen sich Digitale Nomaden aus aller Herren Länder. Warum „ausgerechnet dort“, 160 km entfernt von Sofia, fast schon in Griechenland, aber ein gutes Stück weit weg von einer Autobahn? – Wer das Coworking Space besucht und sich in Bansko umschaut, wird es verstehen. Zunächst: Der Ort ist ein – wohl vor allem bei Snowboardern – international anerkanntes Wintersportressort, mit günstigen Angeboten an Pisten, Restaurants, Hotels, auch langfristig zu mietenden Appartements.

Ich habe Bansko dreimal besucht; stets in der schnee- und hitzefreien Nebensaison. Resultat: Weiterlesen →

#Cowork2018: Kraft getankt beim Familientreffen der Coworker

Bremen ist eine schöne Stadt. Am vergangenen Wochenende war ich dort nicht auf Auswärtssiegfahrt des FC Augsburg im Weser-Stadion (die Bremer bringen uns übermorgen 3 Punkte nach Augsburg). Der Städtetrip hatte aber trotzdem einen tollen Anlass: die #Cowork2018.

Ich weiß nicht genau, wie oft ich schon bei den deutschlandweiten Treffen der Coworking-Spaces dabei war, vielleicht viermal….? Aber, wie ich mit @ha75 in Bremen festgestellt habe, waren Harald und ich schon beim wohl allerersten (?) Treffen am 5. Oktober 2009 in Meiningen dabei. Das Youtube-Video („Treffen der Coworking Initiativen in Meiningen“) von damals lässt so manches Urgestein zu Wort kommen…

Ich will hier nicht in Erinnerungen schwelgen, die Vorrede soll einfach nur zeigen, dass diese jährlichen Konferenzen für mich zu einem 365 Tage lang ersehnten Familientreffen geworden sind. In Bremen waren diesmal wohl 80 Coworker dabei, darunter so manch bekanntes Gesicht, wie aus Bansko, Berlin, Erfurt, Mallorca, Mannheim, Stuttgart, aber auch bislang Unbekannte habe ich kennenlernen dürfen. (Bild unten: Serkan aus Istanbul, Matthias aus Bansko und Hannes vom Ammersee)

Samstag war Barcamp-Time auf der #cowork2018. Ich liebe Barcamps, vor allem wenn sie in einer Community stattfinden, die das Teilen in ihren Genen trägt. Wenn Coworker barcampen, platzt nicht nur der Session-Plan aus allen Nähten, sondern jede Session ist es auch Wert besucht zu werden, denn überall wird Wissen bereitwillig geteilt, niemand mauert.

Über zwei Sessions will ich hier kurz etwas erzählen. Weiterlesen →

Mit dem Ammersee Denkerhaus auf der cowork 2017

Coworking ist ein facettenreiches Thema mit inzwischen großer Reife. Coworker sind interessante, einfach coole Leute, deren Sinnverwandtschaft für so etwas wie eine verschworene Gemeinschaft sorgt. Coworking-Konferenzen sind inspirierend, motivierend – mit großem Spaß- und Wohlfühlfaktor – deren Neuauflage im nächsten Jahr man schon bei der Heimreise herbeisehnt. – Das ist mein Resümee der cowork 2017, notiert von einem überzeugten Coworker, Mitgründer und -betreiber eines der ersten Coworking Spaces auf dem Lande, dem Ammersee Denkerhaus.

Am vergangenen Wochenende (31. März – 2. April) war ich bei der diesjährigen Coworking-Konferenz „cowork 2017“ in Leipzig mit geschätzt wohl über 100 Coworkern aus allen Teilen Deutschlands – von Bremen bis Dießen am Ammersee – dabei. Sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und enger zu vernetzen, die Gastfreundschaft und professionelle Gastgeberschaft der Kollegen vom Social Impact Lab und vom Basislager Coworking in Leipzig zu genießen, war allemal eine Flixbus-Reise in die Boomtown an der Pleiße wert. Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten, inklusive dem Orgateam der German Coworking Federation und den Sponsoren!

Zwei Highlights hatte die cowork 2017 für mich: das Barcamp am Samstag und den Vortrag „Stadt – Land – Flucht? Coworking Spaces und Kreativzellen als Handlungsfelder“ von Prof. Reiner Schmidt, HS Anhalt. Weiterlesen →

#ddjmonaco: Knowledge-Sharing vom Allerfeinsten

Donnerstagbend war ich im Verlag des Münchner Merkur bei einem weiteren #ddjmonaco-Treffen, einer großartigen Runde zu Datenjournalismus und digitalem Storytelling in der Landeshauptstadt. Großartig aus mehreren Gründen: Dort treffen sich meist junge Datenjournalisten und teilen mit ihren Projektberichten beachtliches Knowhow. Knowledge-Sharing vom Allerfeinsten. Diesmal erlebte ich Arbeiten von Merkur-Online, von siekommen.org und von „München Transparent“.

Gastgeber Markus Knall, Leiter Online-Redaktion des Münchner Merkur und seiner Heimatzeitungen, stellte „München und seine 477 Stadtviertel“ vor. Dieses Daten-Projekt von Merkur.de und tz.de zu Münchens „unbekannten“ Stadtvierteln basiert auf einer sehr feingliedrigen Landkarte, die die Landeshauptstatt in 477 Teilfllächen gliedert. Diese Karte war als Rohling den Datenjournalisten anvertraut worden. Viele der zahllosen Flächen im Stadtplan trugen und tragen teils heute noch keinen Namen – und daraus spannen die Merkur-/tz-Datenjournis ihre Geschichte(n). Neben der Entstehungsgeschichte des Projektes war für mich das geschilderte Zusammenspiel von Online- und Print-Redaktionen besonders interessant. Eine gedruckte Zeitung zum Beispiel kann eine derartig fein gegliederte Karte gar nicht so aussagekräftig in ihre Leserschaft transportieren – hier ist Online klar im Vorteil. Was aber kann Print dennoch aus so einer Datengeschichte ziehen? Und nutzen Printredaktionen diese innovativen Datengeschichten? Dass das auch heute noch keine Selbstverständlichkeit oder gar ein Selbstläufer ist, hat mich doch überrascht.

Das zweite Beispiel des Abends stellte das junge Team von siekommen.org vor, Journalistikstudentinnen, die eine datenjournalistische Medienanalyse zur EU-Freizügigkeit professionell erstellt und auf dem absolut sehenswerten – auch grafisch sehr gelungenen – Portal www.siekommen.org veröffentlicht haben. Eine akribische wie engagierte Arbeit mit einem sehens- und lesenswerten Ergebnis! Beeindruckend nicht nur das handwerkliche Können, beeindruckend auch das selbstverständliche kritische Hinterfragen des Tuns der „erwachsenen“ schreibenden Zunft. Dass hier einiges im Argen liegt, Kriminalität von Bulgaren und Rumänen in Zeitungsbeiträgen unbegründet aufgebauscht und damit ein schiefes Bild gemalt wurde, haben die Datenjournalistinnen anhand von analysierten Daten deutlich gemacht. Dass diese Erkenntnisse bei den Verantwortlichen schließlich auch etwas bewegen mögen, bleibt zu wünschen.

In einem dritten Vortrag stellte das Team von München Transparent, Tobias Hößl und Konstantin Schütze, das von ihnen entwickelte Open-Data-Portal der Stadt München vor. Als Open-Data-Anhänger und ehemaliger lokalpolitischer Blogger gerate ich hier ins Schwärmen: In einer immens fleißigen, professionellen wie kreativen Arbeit wurde – ehrenamtlich! – eine Informationsquelle im Netz geschaffen, die die Prädikate „bürgernah“ und „nutzerfreundlich“ verdient. Der dabei gewählte Ansatz, mit den Ownern des Münchner Ratsinformationssystems (RIS) zusammenzuarbeiten, ist Grundlage für diesen Erfolg. Dieser verdient Anerkennung für beide beteiligten Seiten. „München Transparent“ ist ein fantastisches Beispiel (unbedingt anschauen!!), wie echte Online-Bürgerinformation und -kommunikation aussehen kann. Diese Open-Source-Lösung möge landauf landab viele Nachfolger finden!

Journalisten & Blogger: Gleiche Rechte und Pflichten!

Von wegen Sommerloch! Die #Landesverrat Ereignisse geben keine Ruhe. Sie bescheren uns auch eine medienrechtliche Debatte, die mancher als antiquiert bezeichnet. Ich halte sie dennoch für wichtig und richtig, hochinteresssant und längst entscheidungsreif: Sollen Journalisten und Blogger dieselben Privilegien besitzen?

Die Medienwelt hat sich dramatisch verändert. Diese unumkehrbare, Fakten schaffende, rasant fortschreitende Entwicklung muss in dieser konkreten – und in so mancher anderen – medienrechtlichen Regelung endlich ihren Niederschlag finden. Die Gesetzgeber aber tippeln hinter einem rasenden Express hinterher, scheint es mir. Wo sind denn dort jene Kompetenzen, Regeln entsprechend der neuen Realitäten zu schaffen?

Im aktuellen Fall plädiere ich, der selbst zehn Jahre „ehrenamtlich“ kommunalpolitisch gebloggt hat, für diese Regelung: Grundsätzlich sollen gleiche Rechte und gleiche Pflichten für Journalisten und Blogger gelten! Während manche Edelfeder gar noch Journalisten über Blogger hebt, unterscheidet mancher Medienrechtler in der Debatte feiner: Sie wollen berufliche anders als Freizeit-Blogger sehen, um den einen die Privilegien der über die Meinungsfreiheit hinausgehenden Pressefreiheit zuzuerkennen und den anderen nicht.

Hier tut sich nach meiner Sicht der Dinge wieder einmal ein unendlich weites (Ressourcen verschlingendes) Feld für Rechtstreitigkeiten auf, das ich auf gar keinen Fall urbar machen würde. Gleiche Rechte und Pflichten für Journalisten und Blogger! Punkt. Zugleich ist endlich dafür zu sorgen, dass alle Blogger ein Bewusstsein entwickeln können: Sie müssen Sorgfaltspflichten nachkommen und mit den elementaren Regeln des Pressekodex vertraut sein – genauso wie jeder Journalist es sein muss (müsste).

„Medienkunde“ vom Schulfach bis zum ständigen Bildungsthema unserer gesamten Gesellschaft ist überfällig; bei Bürgern genauso wie bei Politikern.

Vereinsnachrichten im „Controller Magazin“

Alle zwei Monate erscheint das Controller Magazin, die „meistgelesene Fachzeitschrift für Controller“, wie es der Haufe-Verlag formuliert. Für die weit mehr als 4.000 deutschsprachigen Mitglieder des Internationalen Controller Vereins (ICV) ist im Jahresbeitrag das CM-Abonnement enthalten.

Jedes Heft kommt mit zehn ICV-Seiten heraus, dieser Tage arbeite ich an der nächsten Ausgabe September/Oktober. Alle zwei Monate stelle ich hier mit einer Kollegin Nachrichten zum Geschehen im Verein zusammen. Unsere Aufgabe ist es, einen interessanten Mix aus Vorstands-News, Veranstaltungsberichten und -ankündigungen – ob Congress, Regionaltagung oder Arbeitskreis-Treffen – mit Personalien, Publikations-Neuigkeiten und prägnanten fachlichen Informationen zu erstellen. Dabei stützen wir uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zumeist mit den Leitern der mehr als 70 ICV-Arbeitskreise in 14 Ländern. Zusammenkünfte mit ihnen nutzen wir immer wieder, grundsätzliche Anforderungen an journalistische Texte und Bilder zu vermitteln; eine interesssante Aufgabe, die viel Spaß macht und Früchte trägt.

Wer die Vereinsseiten im CM am Beispiel der Ausgabe Juni/Juli 2015 einmal anschauen möchte, kann hier klicken (PDF): ICV_CM_2015_ICVimCM4